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Ab Dezember gibt es wieder neue Lizenzen (Gelesen: 579 mal)
10. Juli 2018 um 22:43

cubaanfänger   Offline
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Cubalibre

Beiträge: 2303
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Ab Dezember werden wieder neue Lizenzen vergeben:

https://www.wiwo.de/politik/ausland/wirtschaftliche-oeffnung-kuba-plant-neue-liz...


Zitat:

"Künftig müssen die Kleinunternehmer über ein Bankkonto verfügen, damit die Behörden den Zahlungsverkehr kontrollieren können. Taxifahrer brauchen zudem einen speziellen Ausweis zum Tanken. Damit soll verhindert werden, dass sie von staatlichen Unternehmen gestohlenes Benzin kaufen. "

Ich frage mich nur, wie die Behörden bei Bargeldverkehr den Zahlungsverkehr kontrollieren wollen, Bankkonto hin oder her, bzw. wie soll eine Tankkarte verhindern dass der Taxista "Sprit a la calle" tankt?

Selbst wenn so was wie ein Fahrtenbuch geführt werden muss, kann man den Kilometerzähler manipulieren.

Vielleicht sollte Kuba mal einige tausend Beamte zur Lehre in deutsche Finanzämter schicken.  Laut lachend Laut lachend Laut lachend
Dann Gründe ich eine Akademie für kreative Buchführung in Kuba. Zwinkernd Durchgedreht Cool
Saludos
 
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Antwort #1 - 11. Juli 2018 um 10:29

Esperanto   Offline
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Beiträge: 2492
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cubaanfänger schrieb am 10. Juli 2018 um 22:43:
Ab Dezember werden wieder neue Lizenzen vergeben:

Vielen Dank für die lang erwartete, höchst aktuelle Info.

cubaanfänger schrieb am 10. Juli 2018 um 22:43:
Vielleicht sollte Kuba mal einige tausend Beamte zur Lehre in deutsche Finanzämter schicken

Zuvor sollten sie sich aber intensiv mit der "Gaceta oficial" befassen. Dort ist die maßgebende Gesetzesverordnung veröffentlicht. Die neueste Ausgabe: "Gaceta oficial No. 35 Extraordinaria de 10 de Julio de 2018" kann man herunterladen, entzippen und studieren.

...


Die Freundin -derzeit zu Besuch- beschäftigt sich schon ausgiebig damit. Schließlich muss sie nach ihrer Rückkehr informiert sein, damit sie dann rechtzeitig die Lizenz für ihre Casa particular in trockenen Tüchern hat, wenn es dann ab Dezember losgeht.
 

Saludos Esperanto
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Antwort #2 - 11. Juli 2018 um 17:41

cubaanfänger   Offline
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Cubalibre

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Dann drücke ich mal beide Daumen, dass es im Dezember mit der Lizenz klappt.
Auch wenn es dann künftig vielleicht schwieriger wird, dass Sie dann 3 Monate in Deutschland sein kann.
( Ich glaube Casabetreiber müssen mehr oder weniger omnipräsent sein)

Mal sehen vielleicht besuche ich dann doch mal wieder Trinidad. Zwinkernd
Vielleicht gibt es auch einen Strandabschnitt am playa ancon ohne dass Hoteltouristen wie Heringe am Strand liegen und es dennoch eine Strandbar gibt und ein barrio in Trinidad wo sich Tagestouristen nicht auf den Füßen stehen.

Saludos
 
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Antwort #3 - 14. Juli 2018 um 22:09

cubaanfänger   Offline
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Cubalibre

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@esperanto
Aha, das ändert sich also auch.
Dann kann dich deine Freundin auch künftig hier besuchen.

Zitat:

"Private Zimmervermieter können jetzt auch an juristische Personen (Firmen, Vereine, etc.) vermieten
und im Fall einer Auslandsreise eine Vertretung vor Ort benennen."



Hier der Artikel:

https://amerika21.de/2018/07/206830/kuba-neues-gesetz-privatsektor

Saludos
 
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Antwort #4 - 17. Juli 2018 um 14:39

Esperanto   Offline
Administrator

Beiträge: 2492
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cubaanfänger schrieb am 14. Juli 2018 um 22:09:
"Private Zimmervermieter können jetzt auch .....
im Fall einer Auslandsreise eine Vertretung vor Ort benennen
."

Ob der Auslandsaufenthalt zeitlich begrenzt ist, ist in der neuen Gesetzgebung nicht erkennbar. Falls nicht, könnten auch Auslandskubaner mit ausreichenden Einkommen und uneingeschränkten Geschäftsmöglichkeiten die Vermietung von Casas particulares als Einnahmequelle nutzen. Das ist sicherlich nicht die Absicht der Gesetzgeber, wie sie in der Einschränkung auf 1 Lizenz pro Person zum Ausdruck kommt, für eine möglichst breite Beteiligung der eigenen Bevölkerung im Sinne sozialistischen Geistes.

Unerklärlich auch, wie das Verlangen nach „Erfassung sämtlicher betrieblichen Einnahmen und Ausgaben auf einem Bankkonto ... im Bereich Zimmervermietung, Gastronomie, im Baugewerbe oder Transportsektor (hier: nur in Havanna und ab vier Passagieren)“ in der Praxis umgesetzt werden könnte.

Es bedarf also noch mehr Information als jene, die im “Decreto/Ley No. 35 extraordinaria" vom 12.07.2018 enthalten sind.
 

Saludos Esperanto
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Antwort #5 - 17. Juli 2018 um 20:42

cubaanfänger   Offline
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Cubalibre

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Das mit den Bankkonten ist völliger Quatsch.
Kuba hat keine Ahnung von Besteuerung.( vielleicht sollten Sie mich mal als Consultant engagieren Durchgedreht wobei mein Tagessatz nicht ganz billig ist)

Das einzige halbwegs vernünftige Mittel sind Steuermessbetriebe.

Mein Vater z.B. hatte eine Zimmerei und war Steuermessbetrieb.
D.h. sein Betrieb war in etwa der Maßstab für andere vergleichbare Betriebe.( sein Buchhalter war ein ehemaliger Finanzbeamter, der auch schon mal Ihm gesagt hat was geht und was nicht geht)

@ Esperanto vielleicht wäre es für deine Freundin von Vorteil den kubanischen Behörden einen solchen Vorschlag zu machen. Zum einen bekommt Sie dann sicher Ihre Lizenz und zum anderen wird Sie in Ruhe gelassen.

Man muss zwar sehr genau sein, aber z.B. bei einer Fahrzeugkontrolle wird auch schon mal ein Verfahren eingestellt, wenn der Fahrzeugführer bei etwas zu viel Promille erwischt wird wenn man Steuermessbetrieb ist.

Gibt es bei vergleichbaren Betrieben extreme Abweichungen nach vor allem unten, dann sieht das Finanzamt etwas genauer hin.

Nebenbei ist es dem Staat Kuba ziemlich egal ob ein Exilkubaner oder ein anderer Ausländer Geld in Kuba investiert.

Man kann ja jederzeit die Gesetze wieder ändern und enteignen, solange Kuba eine Diktatur ist.

Saludos
 
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Antwort #6 - 17. Juli 2018 um 22:24

Esperanto   Offline
Administrator

Beiträge: 2492
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Mit Deinem Vorschlag hinsichtlich des Steuermessbetriebs überforderst Du mich. Wie sollte ich dies meiner Freundin beibringen, damit sie dies wiederum den Finanzbeamten in der „Oficina Nacional Administración Tributaria (ONAT)“ erklärt, die die Abgaben erheben? Hatte schon selbst abstruse Überlegungen angestellt, wie man eine Buchhaltung über die Bank abwickeln könne. Auch, wie in Kuba die Abschaffung des Bargeldumlaufes gelingen könnte, was bei all den hier verfügbaren technischen Möglichkeiten nicht mal bei uns in De in absehbarer Zeit zu bewerkstelligen ist.

Wenn ich morgen Besuch einer Casa-particular-Eignerin und deren angeheirateten Finanzier aus Frankreich bekomme, wird die neue Gesetzgebung sicher auch ein Thema sein. Vielleicht eine Gelegenheit, um neue Erkenntnisse zu gewinnen. Wir liegen eh daneben, wenn wir darüber spekulieren, wie kubanische Stellen die Gewinnabschöpfung kubanischer Gewerbetreibende künftig handhaben wird.
 

Saludos Esperanto
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Antwort #7 - 18. Juli 2018 um 20:31

cubaanfänger   Offline
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Cubalibre

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Eine CP hat im weitesten Sinn 4 Einnahmequellen.
Nur eine Einnahmequelle kann das kubanische Finanzamt kontrollieren.

Die Anzahl der Übernachtungen.

Alle anderen Einnahmequellen wären bestenfalls für das Finanzamt Schätzwerte.
Daher der Steuermessbetrieb.

Die Anzahl der Frühstücke, Abendessen und der verkauften Getränke ( letzteres machen interessanterweise die wenigsten CP's) kann das Finanzamt nicht erfassen, ausser Steuermessbetriebe sagen z.B. bei 30% der Übernachtungen haben ich Frühstück oder Abendessen. Dann darf das Finanzamt annehmen, das dies bei anderen auch so ist und kann die Steuer entsprechend veranlagen.
( persönlich habe ich es als angenehm empfunden und gerne genutzt, wenn die Casa Getränke verkauft hat gegen kleines Aufgeld. Z.B. Flasche Wasser 0,5 l für 1 CUC, Bucanero für 1,50 CUC, Refresco Dose für 1 CUC, usw.)

Die Provisionen für Zigarren a la calle und Vermittlung von Fahrdiensten geht sowieso unter der Hand.

Und fifige CP Betreiber verkaufen auch schon mal eine Flasche Sekt oder Rum inkl. " Service " für 30-50 CUC.
( Natürlich darf das Servicepersonal nicht über Nacht bleiben, das würde ja auch das Geschäftsmodell ruinieren und es würde gegen aktuelle kubanische Gesetze verstoßen.)
Wenn Sie oder Er um 2 Uhr in der Nacht nach Hause geht, gibt es nichts einzuwenden. Zwinkernd

Saludos


 
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